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Der Wolf hat die Fähigkeit entwickelt, auch unter ungünstigsten klimatischen Bedingungen zu überleben. Einige Wölfe müssen bei fast ständiger Dunkelheit Temperaturen bis zu -40° C ertragen. Andere wiederum sind in den heissen Wüstengebieten oder feuchten Sümpfen Zuhause. Mit einem solchen Verbreitungsgebiet ist der Wolf, abgesehen vom Menschen, das wahrscheinlich anpassungsfähigste und erfolgreichste Raubtier der Erde.


Canis Lupus:

  • Gewicht: 15 - 70 kg.
  • 60 - 95 cm. Schulterhöhe
  • Welpen pro Wurf: ø 3 - 8
  • Tragzeit: 63 - 65 Tage
  • Geschwindigkeit: bis zu 65 km/h

Allgemeines zum Wolf

Das Fell:

Das Wolfsfell zeigt viele Farbtönungen. Das Spektrum reicht von Weiss über Grau und Braun zu Schwarz. Selbst das Fell eines grauen Wolfes setzt sich dabei aus vielen Farbtönungen zusammen. Schwarz-, weiss-, grau- und braungefärbte Haare vermischen sich zu einem Gesamtton, der sich vorwiegend auf dem Rücken und dem Schwanz verdunkelt. Das Fell eines alten Wolfes ist meist grauer als das eines jungen.

Das Sehvermögen:

Wölfe besitzen ein relativ schlechtes Sehvermögen. Das Sehbild im Nahbereich dürfte etwa einem unscharfen Foto gleichkommen. Trotzdem können Wölfe eine Gestalt, vor allem wenn sie sich bewegt, mit grosser Präzision ausmachen. Das Nachtsehvermögen übertrifft aber dasjenige des Menschen bei weitem. Nicht sicher ist man, ob der Wolf farbenblind ist oder nicht.

Der Geruchssinn:

Die Wölfe verfügen über einen hochentwickelten Geruchssinn. Der Wolf riecht ca. 100mal besser als der Mensch. Um Beute auszumachen, verlässt sich der Wolf hauptsächlich auf seine Nase. Lange bevor er entdeckt wird, hat er bereits seine Beute gewittert.

Das Gehör:

Auch das Gehör ist wesentlich höher entwickelt als dasjenige des Menschen. Wölfe können Geräusche bis zu einer Entfernung von 10 km ausmachen. Selbst kleine Nagetiere, die sich im Schnee bewegen, sind vor ihrem Gehör nicht sicher. Auch Hochfrequenztöne nehmen sie problemlos auf. Selbst im Schlaf stellen die Wölfe ihre Ohren auf, um jederzeit Beute auszumachen und vor Gefahren gewarnt zu sein.

Das Wolfsheulen

Das Wolfsgeheul hat verschiedene Funktionen. Getrennte Wölfe eines Rudels nehmen so miteinander Kontakt auf, übermitteln Informationen über weite Distanzen. Ausserdem stärkt das Heulen den Familienverband.

Das Sozialleben:

Bei Wolfsrudeln herrscht eine strenge Hierarchie! Nur so kann ein Überleben in der freien Wildbahn garantiert werden.
Jedes Wolfsrudel ist ca. 5 - 10 Tiere gross und besteht aus einem Anführer, auch Alphawolf genannt.
Der Alphawolf übernimmt die Führung des Rudels und bestimmt die Marschrichtung. Nur er darf sich mit dem ebenfalls ranghöchsten Weibchen paaren. Etwa 8 Jahre kann er seinen Status beibehalten, bis er bei einem sogenannten Rangordnungskampf von einem anderen Wolf abgelöst wird.
Ein Betawolf unterwirft sich in Anwesenheit eines Alphawolfes und demonstriert dies mit Lecken an der Schnauze des Anführers, oder indem er sich vor ihm auf den Rücken legt.


Wolfspopulation in Europa

Land Bestand Trend Status
Schweden / Norwegen zusammen etwa 25 + g
Finnland weniger als 100 ° Jz / g
GUS (europ. Teil) 15'000 + ug
Polen 850 + Jz
Deutschland etwa 5 + g
Tschechien etwa 5 + g
Slowakei 350 + jz
Ungarn weniger als 50 + g
Rumänien 2'500 + ug
Griechenland 300 - 500 ° g
Bosnien 400 - ug
Kroatien weniger als 20 - ug
Slovenien etwa 10 - g
Italien 300 + g
Spanien 1'500 - 2'000 ° g
Portugal 150 ° g
+=zunehmend, °=stabil, -=abnehmend, g=geschütz, jz=jagdzeiten, ug= ungeschützt