a_d_st06.gif (3070 Byte)a_d_st06.gif (3070 Byte)

Sinatra 1991Leider ist es mir vergönnt geblieben, Frank Sinatra einmal live auf der Bühne erleben zu dürfen. 

Eine Tatsache die schmerzt, denn nach Erzählungen von anderen Bewunderer von FS bedeutete ein Besuch eines Livekonzertes etwas ganz Besonderes - das Höchste für einen Sinatra-Fan. Viele waren gar nicht in der Lage, ihre Gefühle einigermassen wiedergeben zu können.

Nun, Sinatra ist inzwischen tot, doch bleibt eine Person wie "the voice" unsterblich und immer wieder einmal erlebt man den Geist von "ol' blue eyes".

Midi: "Mac Arthur Park"
(zu hören u.a. in "Trilogy" 1979)


LAS VEGAS

Am "Strip" - die Stadt der Glückspiele, der riesigen Hotels, der phantastischen Shows und die Stadt von Frank Sinatra. 
Klar, dass es einen Sinatra-Fan wie mich in diese Gegend zieht; doch wie sieht es dort heute aus? Wurde aus Vegas ein riesiger Themenpark, oder ist der Geist von Sinatra noch spürbar? Beides: Las Vegas ist zwar ein riesiger (und manchmal recht kitschiger) Vergnügungspark, doch in fast jeder Ecke ist Sinatra noch deutlich fühlbar; hat er doch entscheidend das Wachstum dieser Stadt mitgeprägt!

MGM - Bar:

Zu Beginn gerade ein bisschen überwältigt von dieser Umgebung suchten wir am zweiten Tag unseres Aufenthaltes ein etwas ruhigeres Plätzchen und fanden dieses in einer Bar im "Irrgarten" des MGM-Hotels (Das grösste Hotel der Welt). Wie es der Zufall manchmal will: der Barkeeper arbeitete 1994 in Beverly Hills und bediente Sinatra an der Gala zu dessen 79sten Geburtstag! Nach einem ausführlichen Gespräch vernahm ich so einiges über die Sinatra-Familie; auch eine lustige Anekdote wusste der Barkeeper zu erzählen: Immer wenn es an diesem Fest ziemlich laut wurde, klopfte "the voice" mit einem Löffel an sein Champagnerglas - so als wolle er eine Ansprache halten. Als dann alle Gäste ehrfurchtsvoll schwiegen, ass Sinatra gemütlich weiter - ohne auch nur ein Wort gesprochen zu haben! Den Scherz soll er an diesem Abend ein paarmal wiederholt haben... 
- Die Stadt wurde mir sogleich viel symphatischer.

Bill Acosta:

Bill Acosta als: Ray Charles, Sammy Davis jr., Jack Nicholson, George Burns und Frank SinatraDas Hotel "Luxor" (welches wir bewohnten) bot eine Show der Extraklasse:  Bill Acosta - der Mann der 1001 Stimmen. Leute wie Ray Charles, Sammy Davis jr., Jack Nicholson, George Burns und natürlich auch Frank Sinatra wurden aufs köstlichste Parodiert.

Mr. Acosta ist ebenfalls ein grosser Verehrer von Sinatra, deshalb ist ein beträchtlicher Teil der Show auch "ol' blue eyes" gewidmet. Zum Schluss, fernab jeglicher Parodie und mit erstaunlicher Stimmgewalt, wurde ein musikalischer Querschnitt durch Franks Leben gezeigt. Als roter Faden diente dabei der Song "It Was A Very Good Year". "On The Sunny Side Of The Street" und "The One I Love Belongs To Somebody Else" reflektierten seine Jugendjahre bei Dorsey . "My Kind Of Town", "That's Life" und "Summer Wind" vertraten seine Jahre bei Reprise. Die Vorstellung wurde standesgemäss mit "My Way" beendet (the autumn of my years...). Ein begeisternder und bestgelaunter Acosta, eine phantastische Show, ein phantastischer Abend - genau so habe ich mir Las Vegas vorgestellt.

The "Rat Pack" is back

Joey schiebt gerade den Wagen mit den Drinks auf die Bühne.In einem der edelsten Hotels in Las Vegas, dem "Dessert Inn", fand eine ganz spezielle Show statt: die Rückkehr der Rattenbande! Begleitet von einer Live-Big-Band gab es ein "wiedersehen" mit Joey, Dino, Smokey und dem "Leader". Ganz zu Beginn riss Joey - im Stile einer klassischen One-Man-Show - ein paar Witze über Nickelautomaten, über das Saufen und über untreue Ehefrauen. Ein paar Pointen habe sogar ich mitgekriegt (trotzt meiner eher bescheidenen Englischkentnissen) - war gar nicht mal so übel...
Wie gehabt traten dann nacheinander Sinatra (mit "Come Fly With Me" und "Luck Be A Lady), Dean Martin ("Everybody Loves Somebody", "That's Amore") und Sammy Davis ("Mr. Bojangels", "That Old Black Magic") auf, um sich schlussendlich für ein paar Duetts zu treffen. 
Die ganze Aufführung wirkte etwas gekünstelter als die Acosta-Show, und die Scherze der drei wurden teilweise fast unverschämt vom originalen Rat-Pack übernommen ("I Left My Heart In Fran Sansisco..."). Egal, die Musik war auch hier - nicht zuletzt durch die Big-Band - hervorragend; das ist ja wohl das Wichtigste - und nach dem Genuss von 2-3 JD's störten einem die Witze auch nicht mehr gross! Zum Schluss kam dann doch noch Hochstimmung auf, als Joey den Wagen mit den Drinks auf die Bühne schob und sich die Vier dann mit einem gepfefferten "The Birth Of The Blues" verabschiedeten.

Zu Besuch bei Madame Tussaud

Hey Frank, das ich dich mal treffen würde..."Insider" wissen es natürlich schon längst, das "Sands" musste 1995 leider dem Luxushotel "Venetian" weichen. Anscheinend ist man sich dort dessen wohl bewusst, wurde doch bei Mme Tussaud gleich ein eigener Raum für Sinatra reserviert. (Nicht einmal Elvis besitzt einen eigenen Raum).
Doch nicht nur "the voice" ist zu bestaunen, auch andere US-Showbizgrössen geben sich dort die Ehre. So durfte ich Beispielsweise auch Bekanntschaft mit mit Bob Hope, Gene Kelly und George Burns machen.

Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett ist ein fester Bestandteil des Hotels Venetian. Ein Besuch dort ist wärmstens zu empfehlen, da die Austellung zusätzlich einen interessanten Film zur Entstehung von Las Vegas bereithält.